Senatorin Kolat zum 7. Todestag von Hatun Sürücü: „Mädchen und Frauen sollen selbstbestimmt leben können“

Veröffentlicht am 07.02.2012 in Pressemitteilung

Am 7. Februar 2012 jährt sich zum siebten Mal der Todestag von Hatun Sürücü. Die junge Berlinerin mit kurdischen Wurzeln wurde von ihrem Bruder erschossen, weil sie ein von den Vorstellungen der Familie abweichendes Leben führen wollte. Die Ermordung der jungen Mutter auf offener Straße hat eine breite gesellschaftliche und politische Debatte über Zwangsverheiratung und sogenannte „Ehrverbrechen“ ausgelöst.

„Der gewaltsame und sinnlose Tod von Hatun Sürücü hat uns alle tief erschüttert. Gewalt als Mittel zur Beendigung von familiären Konflikten oder zur Ausübung von Macht über andere Familienmitglieder ist in keinem Fall hinnehmbar“, so Senatorin Dilek Kolat. „Es ist uns ein zentrales Anliegen, dass alle Mädchen und Frauen unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft oder ihrer religiösen Überzeugung die Möglichkeit haben, ihr Leben nach eigenen Vorstellungen und frei von Gewalt zu gestalten.“

Unterschiedliche Ansichten über die richtige Lebensweise innerhalb einer Familie können durch die Migration verstärkt werden. Während es vielen Familien gelingt, konstruktive und individuelle Lösungen zu finden, bewirken die Konflikte in anderen Fällen eine zunehmende Beschneidung der Bewegungsfreiheit der Mädchen oder Frauen und setzen eine Gewaltspirale in Gang.

Senatorin Dilek Kolat: „Wir haben in Berlin gemeinsam mit Anti-Gewalt-Projekten, mit der Polizei, der Justiz und anderen Institutionen in den vergangenen Jahren ein breit gefächertes Hilfesystem aufgebaut, an das gewaltbetroffene Frauen und Mädchen sich wenden können. Unser Ziel ist es, diese Angebote noch bekannter zu machen, damit wirklich alle Berlinerinnen um diese Möglichkeiten wissen. Es muss aber auch darum gehen, dass zu einem möglichst frühen Zeitpunkt Lösungen für familiäre Konflikte gefunden werden und es gar nicht erst zu gewaltsamen Eskalationen kommt.“

Hier erfüllen leicht zugängliche, niedrigschwellige Beratungsangebote wie beispielsweise die Online-Beratung SIBEL und die Angebote in den Frauenprojekten eine wichtige Funktion. Von großer Bedeutung ist auch die Sensibilisierung von Berufsgruppen wie beispielsweise Lehrkräfte sowie die Einbindung der Communities in die Diskussion, um Gewalt gegen Mädchen und Frauen in jeglicher Form zu ächten.

Kontakt:Silke Adamczyk
Assistentin der Pressestelle
in der Senatsverwaltung für
Arbeit, Integration und Frauen
Oranienstraße 106
10969 Berlin
Tel.: 030 9028 2875
Fax: 030 9028 2053
Email: Silke.Adamczyk@senaif.berlin.de

 
 

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