Rückblick auf die Kiezverstecke-Handwerkstour

Veröffentlicht am 16.07.2016 in Kiez

An meinem Wahlkreisbüro an der Kaisereiche begann die Tour mit 15 Teilnehmenden und nach weniger als 10 Minuten Gehweg durch die typischen Straßen Friedenaus hielten wir vor dem ersten Ladengeschäft und bestaunten  eine gerahmte Geige im Ladenfenster.

Die Geigenbauerinnen Tanja Hidde und Andrea Dürr begrüßten uns in  ihrer Ladenwerkstatt in der Wilhelm-Hauff-Straße 14. Im Ladenraum hängen verschiedene Geigen und viele unterschiedliche Instrumente an den Wänden. Von den Handwerkerinnen erfuhren wir nicht nur interessantes über das Innenleben der Geigen, sondern sie beschrieben ihre handwerklichen Tätigkeiten mit großer Freude und liebevollen Blicken auf die Instrumente. Die Geigenbauerinnen konnten ihren persönlichen Berufstraum verwirklichen und gehen beeindruckend respektvoll mit Material und Musikinstrumenten um.

Im nächsten Geschäft in der Wielandstraße 23 empfangen uns Frau Idehen und Herr Janowski. Der Ladenraum, vollgehängt mit Bilderrahmen und dominiert durch ein großes Regal mit Materialien, war für alle Besucher eine Augenweide. Von Herrn Janowski bekamen wir eine kleine Demonstration seines Handwerks als Vergolder und Fassmaler zu sehen. Es war absolut still, als er pures Gold in Form kleiner Blättchen auf einen Rahmen auftrug. Frau Idehen beschrieb uns ihre Tätigkeit als Diplom Restauratorin und demonstrierte an einem Gemälde ihr individuelles Restaurierungskonzept.

Bevor wir in die kleine Bahnhofstraße einbogen schauten wir uns die Rosa Luxemburg-Gedenktafel in der Wielandstraße 23 an. Hier wohnte Rosa Luxemburg drei Jahre lang als Untermieterin, bevor sie 1902 eine eigene Wohnung in der Cranachstraße bezog.

Im kleinen Vorgarten der Bahnhofstraße 1 sahen wir an der Ladentür den Schriftzug „Clavire“. Der Instrumentenmacher und Künstler Herr Hermert zeigte uns in seiner kleinen Werkstatt Musikinstrumente wie Clavichorde, Spinette und verschiedene Orgelmodelle, die er repariert oder auch selbst herstellt. Stolz demonstrierte der Künstler auch seine kleinste Orgel, die tatsächlich in einer Streichholzschachtel Platz findet.

Mit wohligen Holzdüften in der Nase machten wir uns auf dem Weg zur nächsten Werkstatt in die Sponholzstraße 27 . Frau „Glückstoff“ erwartete uns in ihrem kleinen Stoffladen und alle Besucher konnten die verschiedenen Stoffraritäten, wie zum Beispiel alte Leinenstoffe, fühlen und bewundern. die Inhaberin zaubert aus dem Material zum Beispiel kleine und große Kissen und setzt ihre handwerklichen und künstlerischen Ideen mit Liebe zum Detail um. So erfuhren wir auch, dass in ihrem Geschäft Willkommensdecken von gespendeten Stoffen für Geflüchtete, die in Friedenau untergebracht sind, hergestellt werden.

​Unser Tagesfazit: Friedenau ist wahrhaftig ein Ort der besonderen Handwerke. Eine Erkundungstour lohnt und ist jeder und jedem wärmstens zu empfehlen.

 
 

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