Kulturbüro: Beratung und Betreuung in der Pflege

Veröffentlicht am 02.09.2015 in Gesundheit

Auf Wunsch der regelmäßigen Besucherinnen und Besucher meines Kulturbüros bot ich am 3. Juli ein Treffen zu „Beratung und Betreuung in der Pflege“ an. In angnehmer Runde hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit mit der Expertin Frau Friedel-Franzen vom Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V. und mir ins Gespräch zu kommen.

Wir trafen uns bei einem kleinen Imbiss und kalten Getränken in meinem Wahlkreisbüro und es hatten alle die Gelegenheit kurz zu erläutern, was ihr persönlicher Zugang zu unserem Thema ist. Unser Gast, Sozialpädagogin Ulrike Friedel-Franzen, stellte anschließend sich und ihre Arbeit kurz vor. Mit Ruhe und großer Empathie erklärte sie, dass jeder Mensch - egal wie alt - in eine vom Nachbarschaftsheim geführte Beratungsstelle gehen und dort eine Erstberatung über eine mögliche Pflege für sich selbst oder Menschen im Familien- und Bekanntenkreis in Anspruch nehmen kann. Termine können beispielsweise telefonisch unter (030) 85 40 31 21 vereinbart werden. Kostenlose Erstkontakte zu Pflegstützpunkten sind desweiteren auch über die Bezirksämter erhältlich.

Wir erfuhren weiter, dass die Erstberatung für (potenziell) Betroffene viele offene Fragen klären und Berührungsängste mit diesem Thema im Vorfeld verringern kann. Nur der offene Umgang mit der Pflege und eine frühzeitige Mitentscheidung, wer im Fall der Fälle was in Anspruch nehmen möchte, verschafft eine relative Absicherung für die Zukunft.

An einzelnen Beispielen und Fragen der Teilnehmenden, z.B. ambulante Pflege, Altenwohnungen, Patientenverfügungen, Patientenrechte, Notruf in der Wohnung, Haushaltshilfe und ähnliches betreffend, wurde nicht nur mir immer bewusster, dass wir dieses Thema aus unserem Alltag nicht aus Bequemlichkeit verdrängen dürfen.

Ein Teilnehmer der Veranstaltung berichtete uns später noch über seinen Arbeitsalltag als Pflegehelfer und dass nicht nur ältere Menschen Hilfe in Anspruch nehmen, sondern selbstverständlich auch manche jüngere Person pflegebedürftig ist bzw. wird. Dieser beeindruckende Einblick in das Berufsleben eines Pflegehelfers ließ uns zumindest erahnen, welch hohe Anforderungen an die Beschäftigten in der Pflege gestellt werden. Nicht zuletzt, weil der Personalmangel enorm ist. Manche Schätzungen gehen davon aus, dass derzeit deutschlandweit bis zu 30 000 Pflegerinnen und Pfleger fehlen – trotz der vielfach genutzten „Turboausbildung“ zur Pflegehilfskraft.

Allen Teilnehmenden möchte ich nachträglich nochmals für die offene Diskussion und ihre Expertise danken. Und Sie alle rufe ich dazu auf: Beschäftigen Sie sich rechtzeitig mit dem Thema Pflege, auch wenn es den einen oder die andere Überwindung kosten mag. Es ist gut investierte Zeit, versprochen.

 
 

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