Kiezverstecketour: Führung über den Künstlerfriedhof Stubenrauchstraße

Veröffentlicht am 23.09.2015 in Kiez

25 Menschen begleiteten mich bei der Tour über den Friedhof.

Für meine bereits achte Kiezverstecketour am 28. August konnte ich eine Expertin, die sich genauestens auf dem “Künstlerfriedhof“ in der Friedenauer Stubenrauchstraße auskennt, gewinnen. Eva Liebchen ist bei der Arbeiterwohlfahrt engagiert und beschäftigt sich schon lange mit dem Friedhof und anderen Fragen der Kiezgeschichte. Frau Liebchen empfing mich und meine 25 Besucherinnen und Besucher vor dem Friedhofseingang und nach einer kurzen Einleitung zur Geschichte dieses Ortes betraten wir durch das eindrucksvolle Tor den „Künstlerfriedhof“. Von Frau Liebchen erfuhren wir unter anderem, dass der Friedhof 1881 als Begräbnisplatz der Gemeinde Friedenau angelegt wurde und heute offiziell den Namen III. Städtischer Friedhof Stubenrauchstraße trägt. Aber im Volksmund ist er der „Künstlerfriedhof“, weil hier zahlreiche Maler, Bildhauer, Schriftsteller, Schauspieler und Musiker ihre letzte Ruhe fanden und weiterhin finden.

Wir hörten dementsprechend viel Interessantes über die Lebzeiten verschiedener Persönlichkeiten und konnten uns bei schönem, sonnigem Wetter an den Gräbern aufhalten und unseren Gedanken freien Lauf lassen. Besondere Erinnerungen kamen bei den Schilderungen über das Leben von Schauspielerin Marlene Dietrich, die hier 1992 ihre letzte Ruhe fand, und bei dem Künstler und Fotografen Helmut Newton auf. Letzterer wurde 2004 auf dem „Künstlerfriedhof“ beerdigt und beide erhielten selbstverständlich ein Ehrengrab des Landes Berlin. In einem markanten Gebäude, einem langgestreckter Backsteinbau, befindet sich ein Columbarium (Urnenhalle), das jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer dieser Besichtigungstour in Ruhe betreten und besichtigen konnte.

Der Besuch auf dem Künstlerfriedhof und vor allem die fachkundigen Schilderungen und Ausführungen von Eva Liebchen haben mir außerordentlich gut gefallen und ich habe viele neue Eindrücke gewinnen können. Nach dem zweistündigen Rundgang verließen wir den Friedhof und ließen die angenehme Stille des Ortes hinter uns. Auf dem Weg zum Ausgang schilderten mir meine Gäste ihre Eindrücke vom Besuch und alle waren der Meinung, dass dieser Kiezbesuch etwas sehr Schönes und Besonderes an sich hatte. Schließlich schlendern die meisten von uns nie allein über Friedhöfe, um die Geschichten hinter den Gräbern auf eigene Faust zu erkunden.

Vielen Dank nochmals an Eva Liebchen und an alle, die diesen besonderen Friedenauer Kiezspaziergang mit mir auf eine sehr persönliche Art erleben konnten.

 
 

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