Friedenauer Bündnis für Toleranz informiert sich über Initiativen gegen Rechts

Veröffentlicht am 04.11.2014 in Gegen Rechtsextremismus

Am vergangenen Montag den 3. November fand in den Räumlichkeiten von Al Nadi das zweite diesjährige Treffen des Bündnisses für Toleranz in Friedenau statt. Das Bündnis wurde im Jahr 2012 nach einem brutalen antisemitisch motivierten Angriff auf Rabbiner Daniel Alter von Parteien, Kirchen, Einzelpersonen und anderen AkteurInnen der Zivilgesellschaft ins Leben gerufen. Ziel war und ist es, den Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Homophobie im Ortsteil Friedenau künftig besser koordinieren zu können.

Mir ist wichtig, dass der Kampf gegen Rechts niemals zu einem Spielball zwischen Parteien werden darf. Deshalb lade ich zu den Treffen des Bündnisses gemeinsam mit meinen Kolleginnen Hildegard Bentele (CDU) und Jasenka Villbrandt (Bündnis 90/Die Grünen) ein, alle gewählten demokratischen Parteien des Bezirks sind eingebunden und wir stimmen uns in der Zusammenarbeit eng ab. Gemeinsam mit vielen freien Trägern und und Gruppen, die unseren Kiez und seine Menschen aus ihrer täglichen Arbeit hervorragend kennen, haben wir ein notwendiges Netzwerk entwickelt, das die Entwicklung in Friedenau beobachten und konstruktiv begleiten kann.

 

Als Friedenauerinnen und Friedenauer wissen wir, dass unser Kiez keine rechte Hochburg ist. Das ist sehr erfreulich, sollte uns aber keineswegs davon abhalten präventiv zu arbeiten. Der Angriff auf Rabbiner Daniel Alter sowie regelmäßige Schändungen von Stolpersteinen und Anfeindungen gegen diejenigen, die sie pflegen, mahnen uns zur Vorsicht. Deshalb gibt es das Bündnis für Toleranz.

 

Beim zurückliegenden Treffen haben wir uns deshalb zwei wichtige Initiativen eingeladen, die gleichermaßen vor- und nachsorgend tätig sind. Einerseits hatten wir die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR) zu Gast, die aus dem Bündnis „Handeln statt wegsehen“ berichtete. Dort kommen Vertretungen von ArbeitgeberInnen, ArbeitnehmerInnen und Verbänden zusammen um sich, ihr Unternehmen, ihre Belegschaft im Engagement gegen Diskriminierung aus- und fortbilden zu lassen. Auch die Aktion „Rassismus kommt nicht in die Tüte“ fand großen Zuspruch. Über Bündnis und Kampagne können Sie sich natürlich auch online informieren: http://www.handeln-statt-wegsehen.de/

 

Ebenfalls vorgestellt hat sich die neue Registerstelle des Bezirks Tempelhof-Schöneberg. Registerstellen richten wir derzeit in allen zwölf Bezirken ein (oder sie existierten bereits) um mit ihrer Hilfe erfassen zu können, welches Ausmaß rechte Straftaten, Propagandadelikte und Übergriffe in unseren Kiezen annehmen – jenseits von offiziellen Statistiken, die auf Anzeigen beruhen. Registerstellen leben von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die ihnen Hinweise zutragen. Unsere bezirkliche Registerstelle, angesiedelt beim NUSZ e.V., soll daher künftig auch Ihre Anlaufstelle sein, um von der Schmiererei bis zum körperlichen Übergriff Vergehen zu melden. Das ersetzt natürlich keine Anzeige bei der Polizei, hilft uns aber ebenfalls in der täglichen politischen Arbeit. Alle wichtigen Informationen und Kontaktdaten hat der Bezirk Tempelhof-Schöneberg in einer Pressemeldung zusammengefasst: 

http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/presse/archiv/20140731.1025.398574.html

 

Ich freue mich darüber hinaus sehr, dass auch der lokale Polizeiabschnitt 42 und das LKA erstmals beim Treffen vertreten waren und künftig als fester Bestandteil unseres Bündnisses mitarbeiten werden. Selbstverständlich sind auch weitere Einzelpersonen und Gruppen herzlich eingeladen, sich künftig an der Arbeit zu beteiligen. Ich würde mich freuen, Sie bei einem unserer nächsten Treffen persönlich begrüßen zu können.

 
 

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