Ein Tag unterwegs in Friedenau: mein Stadtteiltag am 12.05.2014

Veröffentlicht am 12.06.2014 in Kiez

Seit 2001 arbeite ich für Ihre Anliegen im Berliner Abgeordnetenhaus. Neben den Ausschuss- und Plenarsitzungen bereitet es mir immer viel Freude, wenn ich im Kiez unterwegs bin. Die von der SPD Fraktion im Abgeordnetenhaus unterstützten Stadtteiltage sind dazu ein tolles Format pointiert an einem Tag mit vielen Friedenauerinnen und Friedenauern, Trägern, Projekten und Unternehmen ins Gespräch zu kommen. Und das ist mir gelungen. Lesen sie selbst:

Um 9 Uhr startete der Stadtteiltag mit einem Frühstück in meinem Wahlkreisbüro. Gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert lud ich Vereine, Verbände und Initiativen ein sich mit uns auszutauschen. Egal ob Kita, Senioreneinrichtung oder Nachbarschaftstreffsie alle machen unser Friedenau zu dem lebendigen Kiez, den wir vor unseren Haustüren vorfinden.  Von Sportanlagen, über die Sternwarte am Insulaner hin zur Gemeinschaftsschule wurde viel diskutiert. Die Anliegen der Anwesenden nehme ich natürlich auf und werde mich um Lösungen bemühen.

Mitten in Friedenau, versteckt in der Albestraße, besuchte ich das Institut Kirchhoff. Knapp 100 Menschen arbeiten hier auf 1.000 qm. Im Sinne des Verbraucherschutzes wird hier getestet und geprüft. Proben von Lebensmitteln, Wasser und Kosmetika werden entsprechend der Standards getestet. Ich hatte die Chance den Laborantinnen und Laboranten über die Schulter zu gucken. Besonders hat mich gefreut, dass 70% der Angestellten Frauen sind.

Das öffentliche Café KommRum ist das kommunikative Herz des Hauses in der Schnackenburgstraße 4. Hier befindet sich auch die psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle. 20 Interessierte aus dem Regelbetrieb des Cafés diskutierten gemeinsam mit mir über ihren Alltag, was gut läuft und wo es ihnen schwer gemacht wird. Viele Berichte befassten sich mit den Schwierigkeiten in Verwaltungen und Ämtern. Dort würde die psychische Erkrankung als gesellschaftliche Last wahrgenommen werden und wenig Unterstützung erfolgen. Die SPD-Gesundheitspolitikerin Janis Hantke und der SPD-Sozialpolitiker Hermann Zeller unterstützen mich in der Debatte und gaben hilfreiche Informationen zur Situation im Bezirk Tempelhof Schöneberg.

Erwartungsvoll schauten 30 Augenpaare auf mich, als die Heimleiterin des Seniorenwohnheims Albestraße Frau Gehrmann mich begrüßte. Die überwiegend weiblichen Bewohnerinnen des Seniorenheims, darunter zwei über Hundertjährige, die uns zum Kaffeetrinken und Kuchen erwarten, berichteten offen von ihren Erfahrungen. Beeindruckt haben mich die Erzählungen einer hundertjährige Bewohnerin, die spannend von ihrem Einzug vor etwa 2 Jahren in ihr neues Heim berichtete. Die anfänglichen Umstellungen und das Abschiednehmen von ihrem Häuschen mit Garten. Doch nun ist sie sehr zufrieden. Neben den Gesprächen mit den Bewohnenden des Seniorenwohnheims war es mir auch wichtig vom Pflegepersonal mehr zu erfahren. Trotz schlechter Rahmenbedingungen in der Pflege empfinden die Angestellten das Arbeitsklima im Haus als sehr gut.

Trotz des schlechten Wetters fand sich eine gemischte Gruppe um am Kiezspaziergang im Dichterviertel Friedenaus teilzunehmen. Spannend lauschten alle den Erzählungen und Geschichten von Gudrun Blankenburg. Sie kennt fast jeden Hauseingang rund um die Niedstraße und weiß besonders viel Interessantes, vor allem über dieGewohnheitenvon Günter Grass zu erzählen. Nicht selten wurde er beim samstäglichen Markt auf dem Breslauer Platz gesehen und von den Bewohnern zu einem Plausch festgehalten. Dieser Kiezspaziergang hat uns Spaß gemacht, den ich gern weiterempfehlen kann.

Etwa 100 Menschen folgten schließlich meiner Einladung und besuchten mich zur Eröffnung meines neuen Wahlkreisbüros in der Schmiljanstraße 17. Bei einem Getränk und Snacks konnten die Gäste mein Team und mich kennen lernen. Es wurde diskutiert und gelacht. Statt in Blumen und Einweihungsgeschenke zu investieren, habe ich mir gewünscht, dass an das Projekt Wundertüte Friedenau gespendet wird. Es kamen unglaubliche 350 EUR zusammen, die am 13. Juni im Rahmen meiner Veranstaltung „Friedenau entwickeln: Breslauer Platz und Bibliothek“ übergeben wurden.

Ein besonderes Highlight stellte die Eröffnung der Fotoausstellung Friedenau. Einblicke in die Vergangenheit dar.