Dilek Kolat auf der Wahlveranstaltung 2011 im Nachbarschaftshaus Friedenau am 08.09.2011

Veröffentlicht am 08.09.2011 in Wahlen

Zwei Stunden standen die Friedenauer Kandidatinnen und Kandidaten für das Berliner Abgeordnetenhaus Dilek Kolat (SPD), Hildegard Bentele (CDU), Jasenka Villbrandt (Bündniss 90/Die Grünen), Reinhard Frede (FDP) und Harald Gindra (Die Linke) im Nachbarschaftshaus Friedenau der Journalistin Sabine Beikler (Der Tagesspiegel) Rede und Antwort.

Wie viele Ortsteile hat Tempelhof-Schöneberg? Sieben. Was ist das Besondere an Friedenau? Es ist der am dichtesten bebaute und besiedelte Stadtteil Berlins, hier leben 27 000 Einwohner auf 1,7 km2 Fläche. Was ist das Besondere am Breslauer Patz? Auf ihm findet der älteste Wochenmarkt Berlins statt (seit 1881).

Wir wollen keine Entmischung…

Diese und andere Fragen durften die Politikerinnen und Politiker als Einstieg in die anschließende Diskussion beantworten, für die Sabine Beikler mit „steigende Mieten“ gleich eines der brennendsten Berliner Themen ansprach. Traditionell konservativ antworteten Frau Bentele und Herr Frede: Man kann steigenden Mieten auch positive Seiten abgewinnen. Zum einen sind sie ein Zeichen für die steigende Wertschätzung des Bezirkes, zum anderen können Hausbesitzer mit höheren Einnahmen mehr sanieren. Die SPD sieht diese Entwicklung weniger positiv, genauso wie Die Linke und Die Grünen. „Das sich durch die Mietsteigerungen schon jetzt viele Mieterinnen und Mieter nach preiswerteren Wohnungen in anderen Stadtteilen umschauen müssen, ist nicht unser Ziel“, so Dilek Kolat. „Wir wollen weder eine Entmischung von Wohnvierteln noch eine Vertreibung von Mieterinnen und Mietern, noch dass sich Bürgerinnen und Bürger im Umland umschauen müssen, weil Wohnen in Berlin nicht mehr bezalbar ist. Unsere Maßnahmen gegen steigende Mieten sind vor allem der Mietspiegel und die Förderung des staatlichen Wohnungsbaues. Berlinweit werden wir 30 000 neue Wohnungen bauen, im Bezirk sind 3000 geplant. Nur durch die Erweiterung des Wohnungsangebotes können wir die angespannte Marktsituation entlasten. Darüber hinaus ist die SPD nicht für eine energetische Sanierung per Zwang. Die Kosten für energetische Sanierung dürfen nicht die finanziellen Möglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger überschreiten.“

Wir sagen „ja“ zum Quartiersmanagement!

Zum Punkt soziale Unterstützung in Problemkiezen irritierten CDU und FDP mit einer ausschließlichen Präferenz für ehrenamtliches Engagement. Quartiersmanagement und die staatliche Förderung von sozialen Trägern und Projekten zur Stabilisierung von schwachen Stadtteilen wurde von Frau Bentele eher abgelehnt, Herr Frede sprach gar von einer Sozialindustrie, die Armut zementieren würde. Das sah nicht nur Dilek Kolat anders, aber sie verteidigte die Politik der sozialen Stadt am vehementesten. Denn unabdingbare Stützen für die Verbesserung von Wohnorten sind nun einmal vom Senat geförderte und gestützte Projekte, wie zum Beispiel die sehr gelobten Stadtteilmütter, die als Ansprechpartnerinnen vielen anderen Müttern mit Problemen eine große und erfolgreiche Hilfe sind.

Für den Erhalt der Gerhart-Hauptmann-Bibliothek im Rathaus Friedenau

Ebenso heftig diskutiert wurde ein Friedenauer Problem, nämlich „wo soll die Gerhart-Hauptmann-Bibliothek aus dem Rathaus Friedenau untergebracht werden, wenn das Rathaus verkauft wird?“ Denn die SPD setzt sich gezielt für die Erhaltung dieser für Friedenau so wichtigen und sehr gut frequentierten Institution ein. Für viele ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder kleinere Kinder spielt der nahe Standort der Bibliothek eine große Rolle. Ein Umzug in das ehemalige Hertie-Kaufhaus am Walter-Schreiber-Platz, wie die CDU es wünscht, ist keine Option, wie Dilek Kolat unmissverständlich erklärte.

Wir sind in Berlin viel weiter…

„Die Gemeinschaftschulen haben sich in anderen Bundesländern und international bewährt und sie werden sich auch in Berlin bewähren“, so Dilek Kolat zum Thema Schule. Die SPD fördert Gymnasien und Gemeinschaftsschulen in Berlin. Die Eltern dürfen wählen, auf welche Schule sie ihre Kinder schicken, entweder auf das Gymnasium, das in zwölf Jahren zum Abitur führt oder auf die Gesamtschule, die den Kindern mehr Zeit gibt, nämlich 13 Jahre zur Erlangung der allgemeinen Hochschulreife. „Wir sind in Berlin viel weiter als die Länder mit dem dreigliedrigen Schulsystem, bei uns lernen die Kinder gemeinsam und sie lernen auch voneinander. Die Berliner Kinder werden in Zukunft bessere Berufschancen haben, weil sie besser gebildet sein werden! Dafür steht die SPD, das wollen Die Linke und das wollen auch Bündnis 90/Die Grünen. Und das soll auch so bleiben.

Herzlichen Dank dem Nachbarschaftshaus Friedenau für eine spannende Diskussionsveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger in Friedenau zu den Berliner Wahlen!

 
 

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