Der Güterbahnhof Wilmersdorf – Perspektiven nach der Perspektivwerkstatt

Veröffentlicht am 30.09.2014 in Kiez

Mitte Juni fand die Abschlussveranstaltung zu Entwicklungsalternativen des Geländes zwischen Hadjerystraße, Hauptstaße, S-Bahnhof Innsbrucker Platz, genannt Güterbahnhof Wilmersdorf, statt. Die dort gelegene Brachfläche soll endlich zu zeitgemäßem Wohn- und Lebensraum weiterentwickelt werden. Das war für mich Grund genug zu schauen, was vor Ort passiert und so lud ich im August zum Politischen Salon mit dem Titel „Kiez im Blick: Was entsteht am Güterbahnhof Wilmersdorf?“ in mein Wahlkreisbüro ein.

 

 

Der Güterbahnhof Wilmersdorf lag 40 Jahre brach, bevor ein Investor das Areal kaufte und zunächst Einzelhandel auf der Fläche entwickeln wollte“, führte der stadtplanungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg, Christoph Goetz, aus. Die Entwicklungen auf dem Berliner Wohnungsmarkt führten jedoch zu einer anderen Gewichtung von Interessen: Stadt und Bezirk müssen und wollen dringend benötigten Wohnraum schaffen, um die vielerorts explodierenden Mieten stoppen zu können. Das Bezirksamt leitete deshalb ein öffentliches Werkstattverfahren ein, an dem sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen konnten. In verschiedenen Arbeitsgruppen konnten sie Ihre Ideen, wie das Grundstück entwickelt werden soll, einbringen. Diskutiert wurde anhand von drei Beispielentwürfen, die einen Eindruck über die vielfältigen Möglichkeiten der Bebauung lieferte. Ziel war es, einen Konsensplan zwischen Bürgergesellschaft, Investor und Verwaltung zu entwickeln. Begleitet wurden die Werkstätten durch ein kleineres ExpertInnenengremium, an dem sich die Verwaltung, die stadtentwicklungspolitischen Sprecherinnen und Sprecher der BVV-Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung und VertreterInnen aus der Bürgergesellschaft beteiligten.

 

Kritik an der Zusammensetzung des Gremiums kam zunächst von den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern. So war nach Meinung von Mitgliedern der selbstgegründeten “AG Güterbahnhof“ das Expertengremium nicht ausreichend mit Bürgerinnen und Bürgern besetzt, so dass zu wenige Wünsche der AnwohnerInnen Einzug in den Konsensplan finden konnten. Eingebracht wurde deshalb seinerzeit ein 10-Punkte-Plan der “AG Güterbahnhof“, der in diesem Gremium diskutiert wurde. Eine große Sorge bestand und besteht beispielsweise bezüglich des Lärms von Autobahn und Güterverkehr für die Anwohnenden.

 

Der daraus akribisch erarbeitete Konsensplan mit Vorgaben bezüglich des sozialen Wohnungsbaus (Anteil bei mindestens 20%), Grünflächen, dem Bau einer Kita, der Schaffung von Einzelhandelsflächen für Dienstleistungen des täglichen Bedarfs und weiteren Aspekten diente als Vorlage für den Abschlussinformationstermin im Juni, auf dem zwei konkrete Varianten zur Entwicklung des Geländes vorgestellt wurden. Diese sollen einen Eindruck vermitteln, was sich unter Berücksichtigung der Maßgaben des ExpertInnengremiums entwickeln lässt. Im Anschluss folgte die Zeit der „vorgezogenen BürgerInnenbeteiligung“, einem Prozess, bei dem Bürgerinnen und Bürger die Pläne im Rathaus begutachten und Kritik einreichen konnten. Auf dieser Basis wird nun ein Bebauungsplan erstellt und das Grundstück in Tranchen ausgeschrieben, die dann mit weiteren Beteiligungsverfahren begleitet werden sollen.

 

Ich werde Sie in dieser Sache weiterhin auf dem Laufenden halten. Auch mein Büro steht für Fragen gerne zu Ihrer Verfügung. Klar ist: Als Friedenauer Wahlkreisabgeordnete werde ich gemeinsam mit den Bezirksverordneten der SPD darauf achten, dass die gemeinsam mit der Bevölkerung entwickelten Kriterien nun auch eingehalten werden. Geschieht dies, dann kann der Güterbahnhof Wilmersdorf ein neues Zuhause für viele Berlinerinnen und Berliner und eine passende Ergänzung für unser Friedenau werden.

 
 

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